TraveKom und FIWARE schließen Partnerschaft

Die Stadtwerke Lübeck-Tochtergesellschaft TraveKom, Dienstleisterin für digitale Lösungen, hat eine Kooperation mit der FIWARE Foundation abgeschlossen und wird damit zeitgleich Gold-Mitglied im FIWARE-Verbund. Mit der GOLD-Mitgliedschaft wird die TraveKom auch bei strategischen Fragen von FIWARE eingebunden. FIWARE ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für den Einsatz von Open Source Technologien und offenen Standards bei IT-Infrastrukturen einsetzt und diese weltweit vorantreibt. Für die TraveKom ebenso wie für FIWARE ist die Partnerschaft von großer Bedeutung, um bestmöglich smarte Digitaltechnologien in der Hansestadt Lübeck und darüber hinaus anzubieten.

Open-Source Netzwerke für Smart Cities wichtig

Gemeinsame Pressemitteilung

 

Lübeck/Berlin, 16. September 2020. Die wachsende Verfügbarkeit von Big Data, Cloud-Lösungen und IoT-Geräten macht es möglich, sogenannte „smarte Lösungen“, also passgenaue datengestützte und kostenoptimierte Anwendungen, für die individuelle Nutzung anzubieten. Mit „smarten Lösungen“ lassen sich nachhaltige Strukturen schaffen, die Bürgern, Behörden und Unternehmen neue Möglichkeiten der Teilhabe eröffnen. Zudem machen sie die Städte für Einheimische wie für Besucher attraktiver und stärken so die Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und sichern den Wohl­stand.

Die FIWARE-Technologie setzt mit dieser Basis die Standards, um die vorhandenen Daten aus ver­schiedenen Quellen zusammenzuführen und ein Datenmodell für vernetzte Städte und Kommunen zu entwickeln. Dank der einheitlichen Datenmodelle und Schnittstellen können Entwickler hersteller­unabhängige Anwendungen produzieren. Zunehmend stärker werden diese Daten auch in Anwen­dungen der Künstlichen Intelligenz genutzt; ein Entwicklungsbereich, in dem beide Partner eng zusammen arbeiten wollen.

Die Datensätze in Echtzeit können über Apps für Nutzer:innen ausgewertet und bereitgestellt werden. Verkehrs- und Bewegungsdaten der Stadt werden mit Fahrzeugdaten kombiniert und Fahrtrouten mit fließenden Verkehren und freien Parkplätzen verknüpft. Digitale Anwendungen machen Individualverkehre in sinnvoller Verknüpfung aller Mobilitätsangebote effizienter und umweltfreundlicher. Die Bürgerinnen und Bürger erreichen damit schneller ihr Ziel. Das ermöglicht die FIWARE-Technologie. Aber auch die Vernetzung von Geräten in der industriellen Produktion ist möglich und ein wichtiger Baustein für effizientere Prozesse in der Produktion.

Flexibel, konfigurierbar und individuell

„Die breiten Anwendungsmöglichkeiten von der Industrieproduktion bis zum Bürgerservice macht FIWARE für TraveKom interessant. Wenn wir die besten smarten Lösungen für Bürger:innen anbieten wollen, brauchen wir Techniken mit offenen Standards. FIWARE bietet genau das: Open Data ist flexibel, konfigurierbar und macht individuelle Lösungen möglich”, betont Christoph Schweizer, Geschäftsführer bei der Stadtwerke Lübeck-Tochtergesellschaft TraveKom, und ergänzt: “Außerdem geht es uns um alltagsnahe Angebote von Technologien für die Menschen: von der Parkraumbe­wirtschaftung bis zum Abfallmanagement. Hier gibt es dringliche Bedarfe am Markt. Es geht um Datenhoheit und Transparenz. Das alles gewährleistet FIWARE. Deshalb freuen wir uns über diese Kooperation“.

Für FIWARE Foundation ist die Kooperation mit der TraveKom ebenfalls von hohem Stellenwert. Ulrich Ahle, CEO der FIWARE Foundation, erklärt das so: “FIWARE Open Source beruht auf dem Prinzip der Kooperation. Durch die Veröffentlichung des Quellcodes können die Nutzer der Software an der Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte mitarbeiten und zeitnaher effiziente und passgenaue Lösungen zur Verfügung stellen. Professionelle und zuverlässige Partner wie TraveKom, schaffen so zielgerichtete und bürgernahe Lösungen, die außerdem ein deutlich höheres Inno­vations­tempo aufweisen. Davon wird auch Lübeck maßgeblich profitieren”.

Das Open-Data-Modell von FIWARE soll in einem ersten Schritt in der Hansestadt Lübeck erprobt werden. Die Datenaufbereitung wird zeitnah in die Angebote mobiler Applikationen gespeist. Die TraveKom möchte sich zukünftig als Dienstleister für IT-Datenlösungen bei kleinen und mittelgroßen Städten und Kommunen deutschlandweit positionieren.

 

Pressekontakt für FIWARE Foundation, Berlin:

Cristina Brandtstetter: cristina.brandtstetter@fiware.org
Val De Oliveira: valdirene.deoliveira@fiware.org

Pressekontakt für TraveKom, Stadtwerke Lübeck:

Lars Hertrampf: lars.hertrampf@swhl.de
Thomas Waldner: thomas@twkom.de

 

Über TraveKom

Die TraveKom ist eine Tochtergesellschaft des Stadtwerke Lübeck Konzerns mit Sitz in Lübeck. Sie ist digitale Dienstleiterin für die Hansestadt und darüber hinaus. Vier Produktbereiche gehören zum Kerngeschäft des Unternehmens. Im Bereich „Infrastruktur“ bedient die TraveKom Hardware-Produkte zum Aufbau von Smart Cities und Regions: vom Funknetz LoRaWAN bis zur Server-Architektur für Schulen. Der Bereich „Anwendungen“ umfasst alle relevanten digitalen Services: von der App für städtische oder kommunale Angebote bis zur Software, die systematisch Daten aus Funknetzen sicher sammelt und nutzerfreundlich zusammenführt. Im Bereich „Wissen“ fokussiert die TraveKom die Menschen. Nutzerinnen und Nutzer aus unterschiedlichen Berufsgruppen werden befähigt, digitale Techniken optimal nutzen zu können. Im Team der TraveKom arbeiten Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Kompetenzen. Das Unternehmen kooperiert mit innovativen Start Ups, mittelständischen und industriellen Unternehmen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen. TraveKom. Technologien für die Menschen. www.travekom.de

 

Über FIWARE Foundation

Gemeinsam mit ihren Mitgliedern und Partnern treibt die FIWARE Foundation die Definition und die Open-Source-Implementierung wichtiger offener Standards voran, die die Entwicklung portabler und interoperabler intelligenter Lösungen auf schnellere, einfachere und erschwingliche Weise ermöglichen, wobei Herstellerabhängigkeit vermieden wird und FIWARE gleichzeitig als nachhaltiges und innovationsgetriebenes Business-Ökosystem gefördert wird. Die Foundation erreicht dies durch die Unterstützung einer schnell wachsenden globalen Gemeinschaft, die eine gemeinsame Vision teilt und ihre Anstrengungen bündelt, FIWARE zur Open-Source-Technologie der Wahl für Industrien, Regierungen, Universitäten und Verbände zu machen, damit diese ihr volles Potenzial ausschöpfen und ihre Aktivitäten ausweiten können, um so neue Märkte zu erschließen und ihr Geschäft auszubauen. Die 2016 gegründete Organisation zählt neben mehr als 350 globalen Mitgliedern auch Atos, Engineering, NEC, Red Hat, Telefónica und Trigyn Technologies zu ihren Platinummitgliedern. Für weitere Informationen besuchen Sie fiware.org und folgen Sie uns auf Twitter, LinkedIn, Facebook und Youtube.